Ein Familienbetrieb entwickelt sich zum grössten Sauriermuseum der Schweiz

Am Anfang stand eine fossile Riesenschildkröte von viereinhalb Metern Länge:
Der junge Mineralienhändler Hans-Jakob («Köbi») Siber zeigte sie 1977 im familieneigenen Mineraliengeschäft «Siber+Siber» in Aathal. Das Interesse war riesig - und als Köbi Siber vier Jahre später das acht Meter lange Skelett eines Edmontosaurus ausstellte, brach der Verkehr auf der Hauptstrasse unter dem Ansturm der Besucher zusammen.

Auf diese Erfahrungen baute Siber, als er 1992 das Sauriermuseum Aathal eröffnete. Nach diversen Ausgrabungsabenteuern in Nordamerika und Peru erwarb er die Grabungs­rechte für den legendären «Howe-Dinosaurier-Steinbruch» in Wyoming, USA. Im Sauriermuseum Aathal wurde so über die Jahre eine weltweit einmalige Sammlung von Dinosauriern aus der Jurazeit zusammengetragen. Das private Museum wurde so zur grössten Dinosaurierschau der Schweiz. In der ehemaligen Baumwoll-Spinnerei werden aber auch andere Top-Fossilien aus der Sammlung von H.-J. Siber gezeigt, wie Trilobiten und fossile Pflanzen.

Die jährlichen Ausgrabungen an den Dinosaurierfundstellen in Wyoming (USA), tragen massgeblich zum Erfolg des Sauriermuseums Aathal bei. Die Funde werden im Labor des Museums vor den Augen des Publikums präpariert und ausstellungsfähig gemacht. Dabei legt Siber grossen Wert auf die Qualität der Präparationsarbeit und auf die Erarbeitung des wissenschaftlichen Hintergrundes der Funde. So ist es nicht erstaunlich, dass inzwischen eine international bedeutende Sammlung von Dinosaurierfunden aus der Oberjurazeit (vor 150 Millionen Jahren) zusammengekommen ist. Einzelne Funde gingen inzwischen als offizielle Schenkung an das Naturmuseum der Universität Zürich. Diese können also weiterhin in der Nähe bewundert werden, zudem wird der grösste Teil der Schenkung auch aus Platzgründen weiterhin im Sauriermuseum Aathal ausgestellt bleiben.